Giordano Bruno

Giordano Bruno, ein Nachtfalter des Geistes, der am Lichte der eigenen Ideale verbrennt, wird 1600 in Rom das berühmteste Opfer der Inquisition. Dem Dominikanerorden entflohen, wo ihm vorbehaltlose Unterordnung und Kasernendisziplin unerträglich geworden sind, treibt es den jungen Bruno auf der Flucht vor der Gegenreformation quer durch Europa: Genua, Turin, das von der Pest verheerte Venedig, Mailand, Genf, wo er im fanatischen Calvinismus das Ebenbild seiner inquisitorischen Verfolger erkennt, nach Lyon, an den Pariser Hof, durch die deutschen Städte Marburg, Wittenberg und Helmstedt, in Prag begegnet er dem dänischen Astronomen Tycho Brahe, der wie er selbst hier im Exil ist, schließlich Frankfurt, wo die Buchmesse von 1592 sein Verhängnis wird: Seine ketzerische Schrift, deren Neuerscheinung er selbst überwachen will, gelangt von hier durch die Hände eines reichen Patriziers nach Venedig und an die Inquisition. 1592 wird Bruno gefangengenommen und nach sieben Jahren im lichtlosen Kerker, fast erblindet, vom Richterkollegium, bestehend aus neun Kardinälen, auf den Scheiterhaufen geschickt….weiter lesen….

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“Giordano Bruno (* Januar 1548 in Nola; † 17. Februar 1600 in Rom; eigentlich Filippo Bruno) war ein italienischer Priester, Dichter und Philosoph. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Im Jahr 2000 erklärten der päpstliche Kulturrat und eine theologische Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht Unrecht.
Bruno postulierte die Unendlichkeit des Weltraums und die ewige Dauer des Universums. Damit stellte er sich der damals herrschenden Meinung einer in Sphären untergliederten geozentrischen Welt entgegen. Viel schwerer wog damals, dass seine pantheistischen Thesen von einer unendlichen materiellen Welt keinen Raum für ein Jenseits ließen, da zeitliche Anfangslosigkeit des Universums eine Schöpfung und dessen ewiger Bestand ein Jüngstes Gericht ausschlossen.

Bruno war zudem der Auffassung, dass Jesus nicht der Sohn Gottes sei” (Seite „Giordano Bruno“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. August 2010, 14:30 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Giordano_Bruno&oldid=78039753 (Abgerufen: 22. August 2010, 23:19 UTC) …..weiter lesen….

In diesem Jahre ereignet sich der 400. Todestag des Naturphilosophen Giordano Bruno. Am 17. Februar 1600 wurde er in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil er sich weigerte, seine von der katholischen Kirche unerwünschten Lehren zu widerrufen. Dieser Jahrestag soll der Anlaß sein, Bruno’s Leben und Wirken zu skizzieren, aus heutiger Sicht zu würdigen und zu kommentieren.

Das auslaufende 16. Jahrhundert war gekennzeichnet durch Umwälzungen, die das bis dahin unumschränkt herrschende Papsttum in Frage  stellten und  seine  Machtposition  schmälerten. Der calvinistische lutherische Protestantismus hatten sich dauerhaft etabliert. In der Schweiz, in der Tschechoslowakei, in weiten Teilen Deutschlands, aber auch in Groß Britannien und Skandinavien hatte der Vatikan seine geistige Führung an den Protestantismus abgeben müssen….weiter lesen….

Giordano Bruno: In Selbstzeugnissen und Bilddokumenten von Jochen Kirchhoff

Um Giordano Bruno (1548-1600) zu verstehen, erscheint es sinnvoll, seinen naturphilosophischen Ansatz demjenigen Galileis gegenüberzustellen. Beide, Bruno und Galilei, entwickeln die eigene Naturphilosophie gegen die zu ihrer Zeit herrschende aristotelisch-scholastische Lehrmeinung. Bruno formulierte aber eine Fülle von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, ohne jemals ein Experiment durchgeführt oder ein Instrument benutzt zu haben: er erkannte die Fixsterne als Sonnen, entdeckte die polare Abplattung der Erde und vermutete weitere Planeten hinter dem Saturn. Der Ketzerei für schuldig befunden, wurde er schließlich öffentlich verbrannt….weiter lesen….

Giordano Filippo Bruno, italienischer Naturphilosoph, * 1548 Nola (bei Neapel)…

1563 Dominikaner in Neapel, verließ den Orden jedoch 1580 wegen seiner pantheistischen Weltsicht. Bruno knüpfte damit an die Gedanken der stoischen Antike an, nach denen Gott identisch mit der Natur ist.
Gott war für ihn nicht außerhalb, sondern in der Welt als deren größte Ursache. Daher muß der Mensch nach der Erkenntnis der Natur streben und nicht nach der Erkenntnis eines übernatürlichen Wesens….weiter lesen…..

Für diejenigen, die noch mehr Infos aber im besonderen Detail möchten, können wir noch einen Online-Artikel nennen: „Der große Manipulator – Giordano Bruno – Manipulation des Eros und Massenpsychologie“ – von Victor und Victoria Trimondi – Webseiten ONLINE MAGAZIN Kritische und Kreative Kultur Debatte

Giordano Bruno stirbt auf dem Scheiterhaufen (1600)

Giordano Bruno




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